Panikmache oder begründete Befürchtung?
Euch geht es wahrscheinlich wie uns. Ihr bekommt aktuell vermehrt Newsletter, in denen ihr auf mögliche Abmahnungen wegen der Nutzung von Google Fonts auf eurer Website hingewiesen werdet. Doch was steckt eigentlich dahinter?

Da jeder seine Website individualisieren möchte, nutzen wir unterschiedliche Schriften, um uns voneinander abzuheben. Da liegt es nahe, die umfangreiche und kostenfreie Schriftendatenbank von Google zu nutzen. Nicht zuletzt, weil sich diese Schriften sehr einfach in viele CMS-Systeme wie z. B. WordPress integrieren lassen.

Das Problem ist allerdings, dass immer, wenn eine Website eine Google Font lädt, eine Abfrage an den Google Server mit Sitz in den USA stattfindet. Und laut DSGVO stellt das einen Datenschutzverstoß dar, weshalb das Landgericht München I im Januar 2022 in einem Urteil festgestellt hat, dass die Remote-Einbindung eben jener Schriften rechtswidrig ist.

Aber auch die Website-Betreiber, die keine Google Fonts für ihre Website-Inhalte nutzen, jedoch auf andere Google Dienste wie reCAPTCHA oder Maps zurückgreifen, laden somit die Schriften aus den USA.

Diese Tatsache nutzen nun einige User, um gezielt nach Webseiten zu suchen, welche Google Fonts nicht DSGVO-konform eingebunden haben und diese, u. a. mit Hilfe von Anwälten, abzumahnen. Jetzt stellen sich den meisten Website-Betreibern bis zu 3 Fragen, auf welche wir hier näher eingehen möchten:

1. Woher weiß ich, ob ich auf meiner Website Google Fonts nutze?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die eigene Website zu prüfen, u.a. hilft ein Blick in den Quelltext. Die einfachste Möglichkeit ist jedoch, unseren kostenfreien Check zu nutzen. Einfach hier klicken und eine Anfrage schicken und wir prüfen eure Website innerhalb von 24 Stunden.

2. Muss ich jetzt auf Google Fonts, reCAPTCHA oder Maps verzichten?

Kurze Antwort: Nein. Es besteht die Möglichkeit, die Schriften lokal auf dem eigenen Webserver einzubinden. Somit werden diese nicht mehr vom Google Server aus den USA geladen, sondern direkt von eurer Seite. Hier unterstützen wir euch gern -> Angebot einholen. Für Google reCAPTCHA oder Maps gibt es zwar keine Möglichkeit die Schriften lokal einzubinden, aber ihr könnt die Dienste deaktivieren bis der Website-Besucher den Cookies zugestimmt hat. Somit gibt er aktiv die Zustimmung der Abfrage an den Google Server. Natürlich unterstützen wir euch auch in diesem Fall -> Kontakt aufnehmen.

3. Ich habe bereits eine Abmahnung erhalten. Muss ich den Betrag zahlen?

In jedem Fall empfehlen wir als ersten Schritt die Unterbindung des Ladens von Google Fonts. Sollte die Abmahnung ausschließlich von einer Privatperson erfolgen, ist sie rechtswidrig. Kommt die Abmahnung von Rechtsanwälten haben wir ein Muster-Antwortschreiben mit unserem Partner für Datenschutz und Datensicherheit erstellt, welches wir euch auf Anfrage gern zur Verfügung stellen -> Anfragen. Ob und inwiefern die Abmahnung begründet ist, ist immer eine Einzelfallentscheidung. Wir haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass sich der Fall mit dem Versenden des Muster-Antwortschreibens erledigt hat.

Fazit: Prinzipiell ist es nicht verboten, Google Fonts oder andere Dienste des Technologieriesens zu nutzen. Entscheidend ist die Art und Weise und ob ihr euch ggf. vorher das Einverständnis eurer Website-Besucher einholt. Als Full Service Webdesign Agentur unterstützen wir euch auch in diesem Fall wie gewohnt schnell, unkompliziert und zu fairen Konditionen.

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